Umsetzung des Schulentwicklungsplans der Stadt Brühl hier: Erweiterung Gesamtschule

Brühl, den 05.03.2017
Sehr geehrter Herr Dr. Petran,
die Ratsfraktion LINKE & PIRATEN bittet den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten
Schulausschuss-Sitzung am 21.03.2017 zu setzen.
Beschluss:
Der Schulausschuss empfiehlt dem Rat die Umsetzung des Schulentwicklungsplans hinsichtlich der
Einrichtung einer Dependance (Niederlassung) der Gesamtschule Brühl an der Clemens-August-Schule
innerhalb der nächsten 5 Jahre. Die Hauptschule soll in diesem Zeitraum auslaufen.
Begründung:
(Auszug Schulentwicklungsplan) – Ausblick und Schlussfolgerungen zur Optimierung der Schullandschaft ab
Seite 90
…ob die sinkende Zahl der Hauptschüler (nur noch 4% im Land und 8% in der Stadt Brühl) – und ihrer
Herkunftsfamilien – nicht auf eine kritische Größe geschrumpft ist, bei der das Gebot der Inklusion gilt,
nicht nur keinen Menschen auszugrenzen, sondern jeden “Menschen … zur Teilhabe an einer freien
Gesellschaft zu befähigen”.
Das Max-Ernst-Gymnasium und die Gesamtschule Brühl stellen sich – neben den beiden kirchlichen
Schulangeboten Elisabeth-von-Thüringen-Realschule und St. Ursula-Gymnasium – als stabil nachgefragte
Schulangebote in der Stadt Brühl dar.
Die Clemens-August-Hauptschule wird absehbar anderthalbzügig mit wenigstens noch 18 Schülern eine
Eingangsklasse bilden können und die Erich-Kästner-Realschule wird nur noch zweizügig absehbar immer
mehr hinter der Konkurrenz der vierzügigen Elisabeth-von-Thüringen-Realschule zurückfallen. Das Problem
LINKE & Piraten-Fraktion Brühl, Rathaus, Fraktionsvorsitzender, Eckhard Riedel, Uhlstr. 3, 50321 Brühl
An den Vorsitzenden des
Schulausschusses der Stadt Brühl
Herrn Dr. Matthias Petran
Uhlstraße 3
50321 Brühl
zunehmend weniger ausgelasteter Schulgebäude dieser beiden Schulen kann voraussichtlich erst Ende
dieses Jahrzehntes dahingehend gelöst werden, dass beide Schulen in einem dieser Gebäude
zusammengeführt werden – die Schulgebäude sind für eine dreizügige Ganztagsschule der Sekundarstufe
I geeignet.
Die Gesamtschule Brühl muss mit einer baulichen Erweiterung in den Stand gesetzt werden, für ihre
heutigen Anforderungen als vierzügige Gesamtschule mit einer dreizügigen Oberstufe räumlich gerüstet zu
sein: Das heutige Raumprogramm entspricht den Anforderungen nicht mehr, das ausgewiesene
Raumdefizit umfasst 9 Unterrichtsräume. Alternativ könnte der Schulträger vor dem Hintergrund der
beschriebenen Entwicklung zu einem Zweisäulen-Schulsystem und dem entstehenden Raumüberhang am
Standort der Clemens-August-Hauptschule dort für die Gesamtschule auch eine Dependance-Lösung in
den Blick nehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Eckhard Riedel
Harry Hupp